Scham beim Sex: Wege zur Befreiung und Selbstakzeptanz!

Scham ist leider ein leiser, aber mächtiger Begleiter, wenn es um Sexualität geht. Das erlebe ich täglich in meiner sexologischen Arbeit, wenn Menschen vor mir sitzen, die Schwierigkeiten haben mir intime Details zu ihrem Sexleben zu erzählen, oder beschreiben, wie sie die Scham in der Sexualität erleben. Scham kann die Art und Weise, wie wir uns selbst wahrnehmen und wie wir uns in intimen Beziehungen und Begegnungen fühlen, stark beeinflussen.

In diesem Artikel beschreibe ich verschiedene Arten von Scham, wie wir sie erkunden können und ich zeige Wege auf, wie sie überwunden werden können.

Was ist Scham?

Scham ist ein tiefes Gefühl der Unzulänglichkeit oder Peinlichkeit in Bezug auf sich selbst. In der Sexualität kann Scham auf verschiedene Weisen auftreten.

Was ich vorher aber noch anmerken möchte, die Scham ist nicht per se schlecht, sondern schützt uns auch in vielen verschiedenen Momenten und es wäre anmaßend zu sagen, dass die Natur einen Fehler gemacht hat. Wir können der Scham zuhören und mit ihr umgehen.

Es gibt jedoch auch eine Scham, die ein Eigenleben entwickeln kann und das passiert in der Sexualität leider ziemlich oft. Dabei gibt es verschiedene Arten von Scham, die hier mitwirken können

 

Die Körperscham: Viele Menschen fühlen sich unwohl in ihrem Körper, schämen sich bezüglich des Aussehens, aber auch des Geruches und der Körperflüssigkeiten.

Die sexuelle Scham: Diese entsteht aus sexuellen Erfahrungen oder Fantasien die als unangemessen oder „schmutzig“ betrachtet werden und damit auch abgewertet werden.

Scham über sexuelle Dysfunktionen: Haben Menschen Erfahrungen mit sexuellen Funktionsstörungen schämen sie sich meist dafür und glauben das mit ihnen etwas nicht stimmt.

Die Auswirkungen von Scham auf unsere Sexualität können erheblich sein. Sie kann dazu führen, dass wir uns in unserer eigenen Haut unwohl fühlen, sexuelle Aktivitäten vermeiden und uns in Beziehungen zurückziehen.

Denn Scham macht was mit unserem Körper und wenn du das Gefühl der Scham kennst (wovon ich ausgehe, auch wenn es vielleicht nicht im sexuellen Kontext ist) weißt du, dass Scham den Körper zusammenziehen lässt. Und dieses Gefühl hat Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein, die Selbstliebe und der Genussfähigkeit.  

Wie kannst du mit der Scham umgehen?

Der erste Schritt ist dir bewusst zu werden, dass die Scham einen Einfluss auf deine Sexualität hat. Wenn du dies bemerkst, oder dir auch jetzt während des Lesens aufgefallen ist, dass du eine oder mehrere Arten der Scham von dir kennst, kannst du anfangen sie zu beobachten. Durch das Beobachten kannst du sie besser verstehen und lernst, wann die Scham vielleicht auch gut für dich ist und wann sie dich blockiert.

Gleichzeitig kannst du dich in Selbstakzeptanz üben, vor allem in Bezug auf die Körperscham. Lese hier auch gerne noch meinen anderen Blogartikel zum Bauch einziehen beim Sex.

Sprich über die Scham, mit deinen Partner*innen, hole dir Hilfe bei einer Sexologin oder in einer Gruppe. Darüber sprechen und sich austauschen hilft die Scham zu überwinden. Durch das darüber sprechen nimmst du sie auch an und sie wird bewusst. Dadurch kann sie weniger ein Eigenleben entwickeln und dich weniger unterbewusst beeinflussen

Bilde dich weiter, indem du dich über Sexualität und sexuelle Gesundheit informierst. Das Wissen kann dir helfen dich und deine ganz individuelle und wundervolle Sexualität anzunehmen.

Und zum Schluss:

Sei lieb zu dir!

Wir wachsen in einer sehr sexnegativen Welt auf und sexuelle Scham ist sehr oft gesellschaftlich anerzogen, da braucht es Zeit und Mut sich von diesen Dingen zu befreien und einen gesunden Umgang damit zu finden.

LOVE - deine Juliane


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